Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal

Im zwischen 1533 und 1544 errichteten Tucherschloss wird die Welt der Nürnberger Handelsfamilien des 16. Jahrhunderts lebendig. Die Exponate aus dem Besitz der Patrizierfamilie Tucher gehörten teilweise zur Originalausstattung des Schlosses. Die hochkarätige Sammlung zeigt neben Kunsthandwerk, Möbeln und Tapisserien auch Gemälde vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Besonders beeindruckend sind neben dem berühmten Doppelpokal und dem Tucherschen Tafelservice von Wenzel Jamnitzer das gemalte Epitaph der Adelheid Tucher sowie das Porträt des "Jerusalemfahrers" Hans VI. Tucher aus der Werkstatt von Dürers Lehrmeister Michael Wolgemut.

Der malerische Renaissancegarten lädt zum Picknick ein und bietet einen eindrucksvollen Blick auf den Hirsvogelsaal. Mit der prachtvollen ornamentalen Wandverkleidung von Peter Flötner und dem berühmten, den "Sturz des Phaethon" darstellenden Deckengemälde des Dürer-Schülers Georg Pencz gehört er zu Deutschlands schönsten Renaissance-Innenräumen. Neugeschaffene Büsten der ersten zwölf römischen Kaiser vervollständigen das Ensemble.

Jeden Sonntag führt eine Schauspielerin als ehemalige Hausherrin "Katharina Tucher" durch das Tucherschloss und lädt dazu ein, dessen Geheimnisse zu entdecken.

Wichtiger Hinweis
Am Sonntag, 21. Oktober 2018, kann der Hirsvogelsaal aufgrund einer geschlossenen Veranstaltung leider nicht besichtigt werden. Die übrigen Räumlichkeiten des Museums Tucherschloss sowie der Renaissancegarten stehen den Besuchern jedoch von 10 bis 17 Uhr uneingeschränkt zur Verfügung.
Zum Ausgleich beträgt an diesem Tag der Eintrittspreis nur 5 Euro. Personen, die zum reduzierten Eintrittspreis berechtigt sind, können das Museum an diesem Tag sogar kostenlos besuchen. Die Führungsgebühren bleiben unverändert.

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